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Talk im Trafo

Überraschende und hochkarätige Referenten und die rund 600 Gäste machen den «Talk im Trafo» zu einem inspirierenden Anlass. Seit 2011 sind die AZ Medien Partner des traditionellen  Events in Baden.

16.01.2017: Wilhem Schmidt, zum Thema Gelassenheit


Nach einer Kindheit und Jugend in bäuerlicher Umgebung (Seine Eltern waren Landwirte und hatten sechs Kinder), einer Lehre als Schriftsetzer und vier Jahren bei der Bundeswehr holte Wilhelm Schmid am Augsburger Bayernkolleg 1980 das Abitur nach.

Von 1977 bis 1980 war er in Augsburg Vorsitzender der dortigen Jungdemokraten, der damaligen Jugendorganisation der FDP. 1980 begann er ein Studium von Philosophie und Geschichte an der Freien Universität Berlin, der Pariser Sorbonne und der Universität Tübingen, das er 1991 mit einer Doktorarbeit über Michel Foucault abschloss. Er übernahm Lehraufträge an der Universität Leipzig (1990–1991), der Technischen Universität Berlin (1991–1992), der Pädagogischen Hochschule Erfurt (1993–1999) und der Universität Jena (1999–2000). In Erfurt habilitierte er sich im Jahr 1997 mit seiner Arbeit „Grundlegung zu einer Philosophie der Lebenskunst“. 2004 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Erfurt. Er lehrte als Gastdozent (DAAD-Kurzzeitdozenturen) an der Universität Riga/Lettland (1991–2000) und an der Staatlichen Universität Tiflis/Georgien (1997–2006). Von 1998 bis 2007 arbeitete er regelmäßig als „philosophischer Seelsorger“ am Spital Affoltern am Albis (bei Zürich).

Wilhelm Schmid lebt seit 1980 als freier Philosoph in Berlin. Zudem lehrt er Philosophie als außerplanmäßiger Professor an der Universität Erfurt. Seine Bücher sind ins Niederländische, Italienische, Spanische, Katalanische, Portugiesische, Französische, Englische, Lettische, Estnische, Finnische, Schwedische, Dänische, Norwegische, Serbische, Slowenische, Türkische, Koreanische und Chinesische übersetzt. Sie erreichten bis 2014 eine Gesamtauflage von etwa 1 Million Exemplaren.

In seinem Referat erklärt er den Weg zu mehr Gelassenheit und Lebenslust. >

Impressionen Talk im Trafo 2017

Bilder: Alex Spichale

14.01.2016: Kilian Kleinschmidt, zur Entstehung der jordanischen Flüchtlingsstadt Zaatari


Kleinschmidt wuchs in Berlin auf und arbeitete als Dachdecker. 1988 lernte der Sohn eines Lehrers bei einer Motorradtour durch Mali Entwicklungshelfer kennen und schloss sich ihnen an. In der Folge war er für die Vereinten Nationen beziehungsweise ihre Hilfswerke in verschiedensten Krisenregionen der Erde beschäftigt.

1991 war er für das UN-Welternährungsprogramm im Südsudan tätig und erlebte das „Massaker von Bor“ mit. Anschließend wurde er von UNHCR nach Somalia geschickt, von wo er nach der Schlacht von Mogadischu 1993 abgezogen wurde. Im Zweiten Kongokrieg war Kleinschmidt maßgeblich an der Einrichtung einer Luftbrücke nach Kinshasa beteiligt.

Von 2013 bis 2014 war Kleinschmidt Leiter des Flüchtlingscamps Zaatari und baute in diesem eine Verwaltung auf. Sein Plan war es, aus dem Lager eine Stadt zu machen – statt Essensausgaben sollten etwa privat geführte Geschäfte entstehen, in denen die Flüchtlinge mit Bons einkaufen können. Das Vorhaben scheiterte, Kleinschmidt kündigte und zog nach Wien. Seit September 2015 ist er als Berater für das Erstaufnahmezentrum Traiskirchen tätig.

In seinem Referat teilte er seine Erlebnisse und Erkenntnisse über Menschen in Flüchtlingslagern.

«Talk im Trafo»: Vom würdigen Umgang mit Flüchtlingen. >

Impressionen Talk im Trafo 2016

Bilder: Alex Spichale

12.01.2015: Karel Schwarzenberg, zum Thema Europa


Karel Schwarzenberg war in den Jahren 2007 - 2009 und 2010 - 2013 Aussenminister der Tschechischen Republik. Während seiner ersten Amtszeit war er aufgrund der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2009 ausserdem Präsident des Rats der Europäischen Union. Karel Schwarzenberg ist Vorscitzender der 2009 gegründeten Partei TOP 09. TOP sind die tschechischen Kürzel für Tradition, Verantwortung und Wohlstand. Bei den Präsidentschaftswahlen 2013 war Karel Schwarzenberg der zweitplatzierte Kandidat.

Karel Schwarzenberg ist das Oberhaupt des Fürstenhauses Schwarzenberg. Die Mitglieder der Familie Schwarzenberg besitzen seit dem 16. Jahrhundert das Zürcher Bürgerrecht und sind seit 1848 eidgenössische Staatsangehörige.

Karel Schwarzenberg wurde im Jahr 1989 zusammen mit Lech Walesa mit dem Europäischen Menschenrechtspreis geehrt.

In seinem Referat zeigte er seine Sicht auf Europa und die Europäische Union auf.

So kann Europa gerettet werden.
«Fürst, Europäer, Tscheche – und Schweizer von Geburt»

Impressionen Talk im Trafo 2015

Bilder: Alex Spichale

Übersicht

2014 | Prof. Dr. Reinhart Haller, Facharzt für Pychatrie, zum Thema «Narzissmus»

Reinhard Haller ist Facharzt für Pychiatrie und Psychotherapeut. Er ist Chefarzt des Krankenhauses Maria Ebene, eines Behandlungszentrums für Suchtkranke in Vorarlberg.  2003 wurde er zum Universitätsprofessor an der Universität Innsbruck ernannt. Reinhard Haller gilt als internationaler Experte für Kriminalpsychatrie. Seine Forschungsschwerpunkte sind Abhängigkeitserkrankungen, Depressionen, Burnout, Kriminalpsychatrie und Begutachtung. 2005 bis 2007 war er Präsident der Kriminologischen Gesellschaft, der wissenschaftlichen Vereinigung deutscher, österreichischer und schweizerischer Kriminologen.

Reinhard Haller hat über 250 wissenschaftliche Arbeiten publiziert und mehrere Bücher veröffentlicht, darunter den Bestseller «Die Seele des Verbrechers» (2002), «(Un)Glück der Sucht» (2007) oder «Das ganz normale Böse» (2009). 2013 ist sein vielbeachtetes Buch «Die Narzissmusfalle - Anleitung zur Menschen- und Selbstkenntnis» erschienen.

Reinhard Haller hat in seinem Referat aufgezeigt, was Narzissmus ist, wie man ihn erkennt und wo überall wir ihm in der heutigen Gesellschaft begegnen.

Es ist eine Frage des richtigen Masses
Narzissten machen Karriere
Beitrag Tele M1
Talk Täglich mit Reinhard Haller
Bücher Reinhard Haller

2013 | Soiya Gecaga, Gründerin Stiftung «We The Change», «Africa»

Soiya Gecaga wurde 1974 in Nairobi geboren. Sie absolvierte die High School an der angesehenen Phillips Academy in Massachusetts und hält ein Bachelor of Arts Degree in moderner Geschichte der University of St. Andrews, der ältesten Universität Schottlands. Sie arbeitete auf dem Uno-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf, im Waisenhaus Nyumbani, einem Waisenhaus für Kinder mit AIDS in Nairobi, und in Mutter Teresas Heim für Arme und Sterbende in Kalkutta.

Nach der entsprechenden Ausbildung begann sie ihre Karriere als Anwältin bei zwei der besten Anwaltskanzleien Londons, zunächst als Gesellschaftsrechtlerin bei Freshfields und später mit Spezialisierung im Wohltätigkeitsrecht bei Bates Wells & Braithwaite. Die gewalttätigen Unruhen nach den Wahlen in Kenia im Jahr 2007 veranlassten sie, ihren Karriereweg als Anwältin aufzugeben und ihr Leben vollständig den armen Kindern Afrikas zu widmen und ihnen das zu geben, was sie mit ihrer Ausbildung als Privileg mit auf ihren Lebensweg bekommen hatte.

Soiya Gecaga gründete in der Folge die Stiftung «We The Change», deren Geschäftsführerin sie ist. Mit «We The Change» will Soiya Gecaga Menschen dazu inspirieren, selbst für den Wandel besorgt zu sein, den sie in der Welt sehen möchten. Die zentrale Zielsetzung der Stiftung liegt im Aufbau eines Exzellenzzentrums für die Ausbildung und Gesundheitsvorsorge armer Kinder im Vorschulalter in Kenia und später auch in andern Ländern Afrikas.

Downloads
Präsentationsfolien Soiya Gecaga
Afrika, die Zukunft und der entscheidende Wandel
Von Goldman Sachs in die Slums von Afrika

Links
«We The Change» Foundation

2012 | Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschland, «Freiheit»

Joachim Gauck wurde 1940 in Rostock geboren. Nach dem Studium der Theologie war er seit 1965 bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg tätig.

1989 war Joachim Gauck Mitinitiator der kirchlichen und politischen Protestbewegung in der DDR. Er leitete wöchentliche Gottesdienste mit anschliessenden Demonstrationen in Rostock und war Sprecher des Neuen Forum Rostock.

Nach der Wende war er von 1990 bis 2000 erster Bundesbeauragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR; die Behörde wurde auch bekannt als Gauck-Behörde.

Joachim Gauck wurde stellvertretend für die Oppositionellen in der DDR mit der Theodor-Heuss- Medaille ausgezeichnet. Neben vielen weiteren Ehrungen erhielt er das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock, den Cicero-Rednerpreis sowie den Erich-Kästner-Preis. Seit 2003 ist Joachim Gauck Vorsitzender der Vereinigung «Gegen Vergessen - Für Demokratie».

Am 18. März 2012 wählte ihn die Bundesversammlung mit großer Mehrheit zum Bundespräsidenten.


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Joachim Gauck in Baden
Die Schönheit der Freiheit
Ich vermisse die Schweiz in der EU

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Bücher Joachim Gauck

2011 | Christian Gansch, Dirigent, «Vom Solo zur Sinfonie»

Christian Gansch ist international als Dirigent, Produzent und Berater tätig. Er wurde 1960 in Österreich geboren und lebt heute in München.

Christian Gansch dirigierte unter anderen das englische BBC Orchestra, das Deutsche Symphonie Orchester Berlin, das Russische National Orchester und das Pariser Orchestre Philharmonique de Radio France. Höhepunkte seiner bisherigen Karriere waren die Auührungen der 9. Symphonie von Beethoven mit dem Orchestra Teatro La Fenice in Venedig und sein von der BBC live übertragenes Proms-Debüt in der Londoner Royal Albert Hall.

Christian Gansch interessierte sich stets über den künstlerischen Blickwinkel hinaus für das Musikgeschäft. Dies motivierte ihn, nach seiner Tätigkeit als führendes Mitglied der Münchner Philharmoniker 1990 als Manager und Produzent in die Musikindustrie zu wechseln. Er produzierte weltweit über 190 CDs mit namhaften Künstlern wie Pierre Boulez, Claudio Abbado und Anna Netrebko und bekam neben vielen internationalen Preisen und Auszeichnungen vier Grammy Awards, zuletzt 2004 in der Kategorie Best Orchestral Performance.

Christian Gansch hat zwei vielbeachtete Bücher verfasst: «Vom Solo zur Sinfonie - Was Unternehmen von Orchestern lernen können» (2006) sowie «Wer auritt, muss spielen - Die drei Schritte zur Führungskompetenz» (2008). In seinem Referat hat er erklärt, wie ein Orchester funktioniert. Und er hat dem Publikum Impulse vermittelt, wie wir diese Erkenntnisse in andere Lebensbereiche übertragen können.

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Ein künstlich, verlogener Teamgeist
Es gibt kein unwichtiges Instrument

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Bücher Christian Gansch